Gesellschaft für Thrombose-
und Hämostaseforschung

Newsletter November 2011 ad CTH

„Unser Wissen für Ihre Gesundheit – Das Motto der Universitätsmedizin Mainz mit seinem seit Oktober 2010 geförderten Centrum für Thrombose und Hämostase
(www.cth-mainz.de)

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Nach einer im Jahr 2006 erfolgten bundesweiten Ausschreibung fördert seit dem Jahr 2008 das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) insgesamt acht Integrierte Forschungs- und Behandlungszentren (IFB) in Deutschland (http://www.ifb-portal.de). Eins dieser acht Zentren ist das seit Oktober 2010 geförderte Centrum für Thrombose und Haemostase Mainz (www.cth-mainz.de), das ab Januar 2012 von Prof. Dr. med. Ulrich Walter, Stellvertretender Vorsitzender der GTH und bis Ende 2011 am Universitätsklinikum Würzburg tätig, als Wissenschaftlicher Direktor geleitet wird.

Die Ziele des BMBF für die IFBs sind:

1. Schaffung eines attraktiven internen Umfeldes für klinische Spitzenforschung (enge Interaktion zwischen Grundlagen- und patientenorientierter Forschung)

2. Bessere Karriereoptionen für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Die IFBs sollen so gestaltet sein, dass für alle Ebenen des wissenschaftlichen Werdeganges bis hin zur Forschungsprofessur Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen. Die Karriereentwicklung der Mitarbeiter und deren Förderung liegen dabei bei den einzelnen IFBs.

3. Hohe Qualität der patientenorientierten Forschung: Ziel ist es hier, die Translation von Forschungsergebnissen in neue Behandlungsformen zu unterstützen, wobei die Validierung der Ergebnisse in den IFBs durchgeführten klinischen Studien erfolgen soll.

Neben dem CTH Mainz fördert das BMBF als IFB das Centrum für Schlaganfallforschung Berlin (www.schlaganfallcentrum.de), das Centrum für Chronische Immundefizienz Freiburg (www.cci.uniklinik-freiburg.de), das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum Transplantation Hannover (www.ifb-tx.de), das Center for Sepsis Control and Care Jena (www.cscc.uk-j.de/CSCC.html), das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum AdipositasErkrankungen Leipzig (www.ifb-adipositas.de), das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum für Schwindel-, Gleichgewichts- und Augenbewegungsstörungen München (www.ifb.klinikum.uni-muenchen.de) und das Comprehensive Heart Failure Center Würzburg (www.chfc.uk-wuerzburg.de).

Die so geförderten Universitätsklinika sind aufgefordert, eine langfristig angelegte Gesamtstrategie für ihr IFB zu entwickeln. Hierzu gehört auch die Überführung des IFB in ein Förderungskonzept aus BMBF-Fördermitteln, Eigenmitteln und anderweitigen Drittmitteln.

Das CTH Mainz wird das so überaus interdisziplinäre Gebiet „Thrombose und Hämostase" in mehreren Modulen durch ein strukturiertes Programm der Nachwuchsförderung (Stärkung der Lehre, Aus- und Weiterbildung, Doktorandenförderung, Nachwuchsgruppen, Virchow Fellowships etc.) sowie Professuren und Projektförderung stärken, wobei auch regionale, nationale und internationale Kooperationen angestrebt werden. Thematische Schwerpunkte sind hier die Experimentelle Forschung, die Klinische Epidemiologie, die Klinische Forschung (clinical trials) und die Klinische Hämostaseologie (siehe Abb. 1). Die Klinische Hämostaseologie wird in Mainz durch Frau Professor Espinola-Klein (Angiologie/Hämostaseologie), Frau Professor Scharrer und Herrn Professor Schinzel vertreten und soll als universitäres Profilzentrum weiterentwickelt werden. Für die Professur „Klinische Forschung (clinical trials) konnte Professor Konstantinides von der Demokritus-Universität (Trakien, Griechenland) gewonnen werden, der seine international anerkannte Lungenembolieforschung ab 2012 von Mainz aus fortsetzen wird. Weitere Besetzungsverfahren für Professuren und Nachwuchsgruppen laufen aktuell. Ab 1.1.2012 wird Professur Ulrich Walter (bisher Direktor des Institutes für Klinische Biochemie und Pathobochemie-Zentrallabor am Universitätsklinikum Würzburg) das CTH Mainz als Wissenschaftlicher Direktor leiten und damit die Koordination von Prof. Dr. Thomas Münzel, Direktor der II. Medizinischen Klinik (Kardiologie/Angiologie) übernehmen. Neben der II. Medizinischen Klinik sind auch die III. Medizinische Klinik (Hämatologie/Onkologie), die Dermatologie, die Pharmakologie, das Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) das Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin und das Interdisziplinäre Studienzentren (IZKS) als zentrale Einheiten im CTH Mainz vertreten. In diesem lokalen Verbund hat das CTH Mainz auch das Ziel, lokal, regional, national und international mit weiteren Partnern zu kooperieren, insbesondere bei der Planung und Durchführung von Klinischen Studien. Die Arbeit des CTH Mainz wird von einem international besetzten „External Scientific Advisory Board (ESAB)" begleitet und regelmäßig begutachtet.

(Kontakt und weitere Information: www.cth-mainz.de)


Abb. Professuren und Nachwuchsgruppen des CTH Mainz

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